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ADAS CD-Release im Spectaculum Mundi München
10.04.2010
Endlich ist es da! Das 2. Studioalbum „Echo“!
Ungeduldig erwarteten die Fans Ihre 5 Feen. Und so erschienen sie
nach und nach auf der Bühne. Den Anfang machte Geka. Sie begann mit dem
bekannten mystischen Wispern und lockte damit Martina und Andi auf die Bühne
– Rauch und Geigenklänge wurden mit eingestimmt und da erschienen
auch Delia und als letztes Stefania. Sie sahen wieder zauberhaft aus!
Zum Teil in hochhackigen Schuhen, zum Teil Barfuß standen Sie da und eröffneten
den Abend mit dem Song „Runatál“.
Für alle diejenigen die es noch nicht wissen, Adas ist spanisch und
bedeutet Feen. Diesem Namen machen sie auch alle Ehre. Mit 18
Instrumenten (hab ich eins übersehen? Ich hab es einige male nachgezählt.
Ich glaube inklusive der Zitrone waren es 18) standen die 5 auf der Bühne
und zogen uns gleich zu Anfang in ihren Bann und begannen uns in eine
weit entfernte Zeit zu entführen. Seit kurzer Zeit haben sie ein ganz
neues Instrument in ihrem Repertoire und zwar nennt sich das Ding
Shrutibox – das hab ich ehrlich gesagt noch nie gesehen. Es kommt aus
Indien und sieht aus wie ein kleines Holzkästchen mit Blasebalg,
welches fantastische dumpfe töne von sich gibt und ausgezeichnet zu der
Musik aus dem Reich der Mythen und Legenden passt.
Nach einem kurzen Hinweis auf das neue Album gings auch gleich weiter
mit 2 Songs aus der eben genannten CD. Sie spielten gleich mal „Cantigueiras“
und „Eis Selenen“. Cantis (so wird der Titel Cantigueiras
liebevoll von den Mädels abgekürzt) ist eine Art Liebeslied. Eis
Selenen wiederum ist eine Ehrerbietung an die viel besungene Mondgöttin.
Was viele nicht wissen, eigentlich ist der Mond das Weibliche und die
Sonne das Männliche. Der Text aus diesem Song gehört zu einem Zyklus
von 33 Hymnen an antike griechische Gottheiten geschrieben im Stil von
Homer, passend zum heutigen Motto: MUSICA ANTIQUA VIVA was nichts
Anderes heißt wie Antike Live-Musik.
Weiter gings mit 2 Songs aus dem alten Album (damit wir nicht
vergessen, dass auch dieses Album absolut genial war, wie Geka
scherzhaft erwähnte). Andi griff zu ihrer Querflöte und stimmte zum „Morgen
Lieht“ ein. Dabei geht es um einen Ritter und seine Geliebte. Nach
einer heimlichen Liebesnacht verfluchen sie den Anbruch des Tages, da
sie sich nun wieder trennen müssen um nicht entdeckt zu werden.
Erinnert stark an Romeo und Julia. Nach „Cantiga do Neno“
folgte wieder ein Stück aus dem neuen Album. „Syrenen Sange“
ist eigentlich ein Liebeslied an Isolde von Tristan und Isolde. Isolde
wird in dieser Hymne mit Sirenen verglichen, denn sie ist genau so schön
und singt auch eben so schön wie eine Sirene. Da sie mit ihrer Schönheit
Liebe entfachen kann ist sie eben so gefährlich. Was dieses wunderschöne
und sehr ruhige Lied noch besonderer macht ist der Refrain. Hier haben
die Mädels den Text eingebaut, welchen Tristan in der Geschichte seiner
Isolde einst in Altfranzösisch sang. Nur leider nicht vor Isolde,
sondern vor fremden Publikum.
Bei „Deray“ geht es wieder um Sonne (Sol) und Mond (Luna).
In der Legende von den kanarischen Inseln wird vom Anbeginn der Zeit erzählt,
als sich die Beiden ineinander verliebten. Eines Tages kam sie ihm
leider zu nahe und verbrannte sich die eine Gesichtshälfte. Seither
verbirgt sie diese Hälfte im Schatten vor Scham und genau diese Hälfte
nennt man Deray. Ein wunderschöner Song, aber auch sehr traurig – wie
die Geschichte selbst. Man sagt, wenn es regnet so sind es ihre Tränen
die sie vor Sehnsucht nach ihm weint und wenn es ganz heiß ist, dann
vergeht er vor Leidenschaft nach ihr. Im Publikum wurden vorab
Seifenblasen verteilt, welche hier zu ihrem Einsatz kamen und einen
passenden Anblick zu diesem rührendes Lied gaben.
Nach einer weiteren Einlage aus dem Gezeiten-Album „Merigarto“
folgte „Enuma Elish“. Wieder ein sehr tiefgründiges Lied,
wie ja alle Songs von Adas sind. Dieser Text in altbabylonischer
Keilschrift (welches eine Bilderschrift, eingefügt mit einem Griffel in
eine noch weichen Tontafel ist, wie z.B. die ägyptischen Hieroglyphen)
erzählt auf 7 Tontafeln, wie durch das vermischen des Apsus (männliches
Süßwasser) und Tiamat (weibliches Salzwasser) die Entstehung der Götter
und der Welt geschah. Daraufhin ließen sie uns einen Einblick in die
irischen Künste mit „Frolic“. Der Titel ist die Kurzform von
Condons Frolic und bedeutet Scherz. Dies ist ein fröhliches Lied bei
dem Andi ihre Querflöte und Steffi ihre Metallene Flöte vereinten.
Es folgten noch weitere Songs vom alten Album (welch hässliche
Bezeichnung) wie z. B. „Noiturno“ und „Lavandeira“
als es wieder mit dem neuen Album mit „Uns folgt der Wind“ weiter
geht. Dabei geht es um die Liebe in 4 Jahreszeiten. Die Handies und
Feuerzeuge wurden gezückt und unterstrichen dieses verträumte Lied.
Anschließend gab uns Geka ein kleines Rätsel auf: eine 6. unsichtbare
Fee befindet sich heute mit auf der Bühne, aber sie verriet uns nicht
wie und wo, in dieser Angelegenheit überließ sie es einzig und alleine
unserer Phantasie.
Nach „Blackbird“ übermannte uns alle die Mystik! „Medea“
wurde angekündigt. Geka erzählte die Geschichte zu diesem Song und
dass immer irgendwas passiert wenn sie ihn spielen. Zum Beispiel ging in
der Vergangenheit beinahe mal Delias Rock in Flammen auf. Es läge wohl
daran, dass es um die Hexe Medea selbst ging. Medea ist wohl eine der
berühmtesten Magierinnen aus der Antike. Das Lied vertont Medeas mächtigsten
und dunkelsten Zauber, eine Verjüngung und Heilung durch die Beschwörung
der Natur. Gerade als sie mit Ihren Flamenco Klängen beginnen wollten
passierte es: Ein fürchterliches Geräusch kam aus den Boxen. Zuerst
konnte sich niemand erklären, was nun passiert war. Fassungslos standen
die 5 Feen auf der Bühne - Schweigen im Publikum... Endlich die Rettung
mit der göttlichen Stimme aus dem Hintergrund: Hupsi, der Tonmann
(ehem. Bassist von Schandmaul und Produzent von Faun) ortete das üble
Geräusch dem Mikrofon Geka`s zu. Ein Ersatzkabel musste gebracht
werden. Nach kurzen Zwischenfragen, ob man das Lied nun überhaupt noch
spielen solle kam natürlich wie nicht anders zu erwarten die Antwort:
Na jetzt erst recht! Ein sehr schöner Song.
Nun wurde die Harfe herbei geholt für den Titelsong „Echo“.
Echo unterhielt ursprünglich im Auftrag Zeus` dessen Gattin Hera mit
dem Erzählen von Geschichten, damit Zeus Zeit für amouröse Abenteuer
hatte. Als Hera dieses Komplott entdeckte, strafte sie Echo indem sie
ihr Ihre Sprache raubte und ihr lediglich die Fähigkeit ließ, die
letzten gehörten Worte wieder zu geben. In diesem Zustand erblickte sie
Narziss und verliebte sich unsterblich in ihn. Sie versuchte, auf sich
aufmerksam zu machen und vermochte doch nur, seine Worte zu wiederholen.
Er fragte: “Is anybody here?“ und sie antwortete „Here“ Durch
ihre Worte zog sie seine Blicke auf sich, jedoch an sein Herz kam sie
nicht ran. Darauf hin verschwand sie in die Berge und dort können wir
sie noch heute hören. Das Publikum wurde aufgefordert mitzumachen.
Seine Aufgabe war die Antwort der Nymphe Echo – Fantastisch, das
Zusammenspiel!
Das nächste Lied hat friesischen Ursprung. „Ströntistel“
(Stranddistel) eine wunderschöne Blume. Versehen mit Gedichtsteilen des
friesischen Dichters Mungards entstand so dieses Lied. Ganz Klasse! Nach
„An Ter Vari“ und viel Getrommel wollten sich die hübschen 5
verabschieden, haben auch die Bühne verlassen – mussten aber
erkennen, dass das so nicht ging. Und so kamen erst Stefania und Delia
wieder. Stefania feixte noch, für alle habe es nicht gereicht, doch die
Beiden wollten ein kleines Duett vortragen. „Non Val Aqua“ stammt
aus Italien aus dem 15. Jahrhundert. Ein liebender Mensch beklagte, dass
er mit seinen Tränen nicht in der Lage war seinen Liebeskummer aus zu löschen.
Ein sehr trauriges Lied, welches Stefania zu Delias Gitarrenspiel sang.
Dann wurde es etwas unruhig. Man sah nur wie Geka und Andi versuchten
eine ziemlich große, gespannte Leinwand auf die Bühne zu
transportieren, Martina eilte auch zu Hilfe, gerade mal so, dass sie es
noch mittig auf der Bühne hin bekommen haben dies sperrige Ding
aufzustellen. Geka forderte das Publikum auf es vor zu lesen, jedoch
merkte sie nicht, dass sie etwas unpassend davor stand und so las es
Stefania vor. - ROCK SWIFT LIKE SWANES WARSHIP TO SWEEP KINSALE - Bevor
sie jedoch die Spannung über diese Leinwand aufdeckten, gabs noch mal
richtig irische Stimmung mit „Green Groves An Fear Marbh &
Morrions Jig“. Es entsprang aus der Inspiration Irlands selbst.
„An Fear Marbh“ ist eine kleine Irische Insel. Übersetzt heißt das
toter Mann und die Insel selbst erinnert mit ihrer Form an selbigen und
soll als Mahnmal für die Seefahrer stehen.
Und weil wir gerade bei der Seefahrt sind, folgte sogleich „Grainne
O`Maille“. Grainne O`Maille ist eine irische Piratenkönigin.
Deshalb auch das leicht zerschlissene Leintuch auf der Bühne. Ihr zu
ehren wurde dies Lied vorgetragen. Und so wollten die spanischen Feen
sich abermals verabschieden.
Doch sie mussten noch mal auf die Bühne (was sie aber nicht wirklich
störte). Wieder zurück gab es noch eine traditionelle spanische
Einlage. „Viajar“, ein ganz klasse Stück! Die Frage die dazu
gestellt wurde, nämlich wie Feen wohl zu reisen pflegen, wird in diesem
Song beantwortet und bleibt doch offen zu gleich. Eine ganz spannende
Sache wie ich finde. Feen reisen auf Feuerfunken, die vom Lagerfeuer in
die Luft aufsteigen. Doch reisen sie auch mit dem Wind. Auch können sie
mit den Klängen der Musik bis in unsere Herzen reisen – oder etwa
nicht?
Zum endgültigen Abschied wurde wieder die Harfe ausgepackt und nun
bekamen die Fans endlich ihr Lullaby! Ein Schlaflied das die Elfen Ihrer
Königin in Shakespeares Midsummer Night`s Dream singen. Es war das
erste Lied, welches ADAS selbst schrieb und begleitet sie und ihre Fans
bereits seit weit mehr als 5 Jahren.
Ein wirklich Klasse-Abend! Die Lokation war perfekt, die Fans voll
begeistert und die Familienmitglieder, Freunde und Bekannten der
Traumhaften Feen können in jedem Fall mehr als nur stolz sein auf diese
wunderbaren Geschöpfe. Einige sind sogar extra von weit weit her
angereist zu diesem besonderen Ereignis. Ich habe mir gleich beide CD`s
gekauft! Und bis ich mich versah, hatte ich sogar alle 5 Autogramme auf
meiner neuen Echo-CD – herzlichen Dank auch nochmal hierfür! Ach und
damit ich es nicht vergesse: Alles erdenklich Gute und Liebe für die
kleine versteckte Fee Nummer 6!
Es dankt für einen wunderbaren Abend
Euer
Christl
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